... Organisationsentwicklung,, Aikido, Strategie und alles was mir sonst noch einfällt und nicht in mein englisches Blog passt...

Freitag, 19. Juni 2009

Politisch inkorrekt? (Zensur in Deutschland)

Gestern ist also das (nach meiner Kenntnis) erste offizielle Gesetz in der BRD "durchgewunken" worden, dass Zensur in Deutschland für legal erklärt. Derzeit zwar nur für einen Bereich, in dem Zensur oberflächlich betrachtet "gut" zu sein scheint, aber schon gibt es ja die ersten Stimmen, die nach "mehr" rufen.

Schade, dass so wenig Leute z.B.: http://www.jensscholz.com/2009/04/warum-es-um-zensur-geht.htm (besonders den Teil "Verwaltung") gelesen haben (oder einfach das Gesetz selbst).

So bleibt wohl nur die Hoffnung auf eine Verfassungsbeschwerde oder -klage. Ob Aktionen wie z.B. die unter anderem von der Piratenpartei organisierte Demonstration etwas ausrichten können bleibt abzuwarten.

Zumindest war die Öffentlichkeit wohl nicht informiert genug um die Petition gegen das Gesetz durchzubringen.

Wobei ich mich jetzt schon frage, ob dieser Beitrag in ein paar Jahren gegen mich verwendet werden kann...

(P.S.: Wow, das Interview in dem Wiefelspütz die Ausweitung der Sperren fordert ist - zumindest unter dem alten Link http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0606/politik/0081/index.html nicht mehr verfügbar... die Interpretation sei dem geneigten Leser überlassen...

Dienstag, 7. April 2009

Der Wert von Software

Auch wenn sich das Buch mit dem Ansatz, eine neue Methodologie zu präsentieren erheblich zu weit aus dem Fenster lehnt, lohnt Software by Numbers doch auf jeden Fall die Lektüre.

Nicht so sehr, weil es neues zeigt, sondern weil es bekanntes zusammenfasst und den Zusammenhang von betriebswirtschaftlichen und softwarearchitektonischen bzw. prozesspezifischen Entscheidungen nachvollziehbar darstellt.

Cheerio
_MM_

Donnerstag, 2. April 2009

Mal was ganz anderes...


Auch bei der Aufstellung von Plakaten sollte man sich ein paar Gedanken machen... Aber vielleicht ist das auch nur ein Spiegel unserer Welt.

Cheerio
_MM_

Montag, 2. März 2009

Meine heutigen 2 Cent zum Thema Maven...

Moin!

nachdem letzte Woche an vier von fünf Tagen das Thema "Maven und die Sinnhaftigkeit des Einsatzes" hochkam, dachte ich mir, ich mache noch ein bisschen Lobby-Arbeit und weise auf den folgenden Artikel hin:

http://blog.labnotes.org/2007/04/18/introducing-buildr-or-how-we-cured-our-maven-blues/

Ohne natürlich zu verschweigen, dass zumindest im zweiten der dort zitierten Artikeln http://fishbowl.pastiche.org/2007/04/03/an_open_letter_to_maven_2/ und http://www.javalobby.org/java/forums/t92965.html#92139914 Maven gar nicht unbedingt Hauptthema war und es auch durchaus andere Stimmen gibt.

Erfolgreiche Woche!
_MM_

P.S.:
Ach ja: Buildr ist zu finden unter: http://buildr.apache.org/
Und richtig schnell soll es auch noch sein: http://blog.labnotes.org/2007/05/03/buildr-or-when-ruby-is-faster-than-java/

Anyway: Das sind natürlich nur meine 2 Cent und YMMV.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Karaoke für Berater (oder nicht?) (aka Powerpoint Karaoke)

Seit gestern Abend kenne ich dank Peter eine neue Form von Karaoke - Powerpoint Karaoke!
Ursprünglich im Umfeld von Sascha Lobo - der schon Mitverantwortlich für den Begriff "Digitale Bohéme" zeichnet - als Projekt der ZIA initiiert geht es hierbei schlicht und einfach darum, vor einem fachfremden (aber präsentationerfahrenen) Publikum eine (mehr oder weniger) zufällig aus dem Internet herunter geladene Powerpoint-Präsentation zu halten.

Die Rahmenbedingungen:
  • 5 Minuten
  • 10 Slides 
  • 0 (zero) Vorbereitungszeit! (Genau: Der Präsentator sieht die Folien erst, wenn das Publikum sie auch sieht! Und er hat - wie das Publikum - keine Ahnung, worum es bei der Präsentation geht!)

Nette Idee - wie man die Umsetzungen einschätzt mag der geneigte Leser nach einer kurzen Suche bei YouTube oder GoogleVideo selber beurteilen.   

Ich find's auf jeden Fall witzig und lehrreich.
_MM_

Mittwoch, 22. August 2007

Chaos und starke Typisierung

Phillip schrieb vor kurzem in seinem Blog über die Angst des Menschen an sich (und des Menschen in der Softwareentwicklung im besonderen) vor dem Chaos.

Besonders die von ihm erwähnten Mottos verdienen einen Kommentar

Mottos der letzten Jahre wie “Alles ist ein Dokument!”, “Alles ist ein CORBA-Objekt”, “Jede Ressource kann direkt über HTTP abgerufen werden” oder “Alle Systeme werden über EJB integriert” lassen erahnen, wie stark der Wunsch nach Ordnung ist.
Interessanterweise nannte mein Physiklehrer den Zustand, in dem alles gleich ist, Chaos. Er sagte, in diesem kann man nichts auseinander halten.


Spontan musste ich dabei an die verbreitete Abneigung gegenüber Sprachen mit Laufzeittypisiserung denken, die heute bei vielen Entwicklern und Entscheidern in der Softwareentwicklung verbreitet ist.

Irgendwie ist mein Kommentar dann doch etwas länger geworden...

Der - nur allzu verbreitete - Wunsch danach, keine falsche Entscheidung zu treffen, führt gerade in unserer Branche (also der Informmationsverarbeitung) zu den erstaunlichsten Auswüchsen. Ein Beispiel dafür sind die Typsysteme. Damit der Entwickler möglichst wenig falsch machen kann, soll möglichst früh durch den Rechner erkannt werden, ob er "alles richtig" gemacht hat. Also entwerfen wir (oder zumindest ein Teil von uns) munter Entwicklungsumgebungen, die möglichst restriktiv in dem sind, was der Entwickler machen kann. Und mit schöner Regelmäßigkeit sind die erfolgreichsten Erweiterungen für diese Systeme, solche, die darauf basieren, diese Beschränkung zu umgehen. (* Konkretes Beispiele: siehe Fußnote).

Zudem neigen viele der Entwickler, die ich kenne dazu, "erstmal eine allgemeine Lösung zu erstellen" damit "der normale Entwickler" auch mit "der Komplexität Umgehen kann" - erstaunlicher weise kenne ich kaum einen "normalen Entwickler", der froh ist die "allgemeinen Lösungen" zu haben - im Gegenteil: je größer die Entfernung zwischen Entscheider (oder demjenigen, der die "allgemeine Lösung" entworfen hat) und Realisierer ist, umso mehr wird nach Wegen gesucht, trotz der starren Vorgabe erfolgreich zu sein - und meistens funktioniert das auch.

Fazit meines kurzen Kommentars:
Klare Vorgaben sind nicht per se schlecht - ganz im Gegenteil. Aber:
Alle Vorgaben in der Softwareentwicklung, die mit Alle beginnen neigen dazu, kontraproduktiv zu sein.
Cheerio
_MM_

*) Hier ein kleines Beispiel aus dem Java-Umfeld:
Für diese stark typisierte Sprache ist der Kern einiger der erfolgreicheren Frameworks zum großen Teil mit der Umgehung der Typisierung befasst: JUnit, Hibernate, Spring, Struts

Sonntag, 22. Juli 2007

SOA für Manager - Was passiert mit mir?

Bin ich zum SOA-Evangelisten geworden?
Nachdem ich bereits im letzten Jahr einen SOA Beitrag für "SOA-Expertenwissen" geschrieben habe, bin ich nun schon wieder dabei, etwas über serviceorientierte Architekturen zu schreiben.
Für den Management-Lehrgang "Service-orientierte Architekturen" des Euroforums arbeite ich derzeit an der Lektion 4 (Genaueres ist im Flyer zu finden).
Ich hoffe, meine Beiträge machen deutlich, dass für den Aufbau einer SOA (und dieser Begriff scheint wirklich derzeit in Großunternehmen nicht mehr zu umgehen zu sein) methodisches Vorgehen und teilweise jahrzehnte alte Techniken durchaus noch ihre Daseinsberechtigung haben. Nur ihr Kontext hat sich gewandelt und muss im Rahmen von serviceorientierten Vorhaben besonders berücksichtigt werden.
Meine Antwort auf die Frage "Bin ich zum SOA-Evangelisten geworden?" lautet also: "Nein, aber wenn es schon einen neuen, mächtigen Ansatz gibt, grundlegende Konzepte wie lose Kopplung und hohe Kohesion zu etablieren, dann sollte man ihn auch unterstützen."
_MM_